Achim Klippstein

Achim Klippstein

Zu den wichtigsten Quellen für den Familien- und Namensforscher gehören u. a. die seit dem 16. und 17. Jahrhundert allgemein eingeführten Tauf-, Heirats- und Sterbebücher. Bereits in den frühchristlichen Jahrhunderten finden wir Ansätze zur Führung von Listen für Täuflinge. Im Mittelalter ist diese Sitte leider ganz verschwunden. Allgemein wurde der Brauch der Taufregistereinführung erst nach dem Konzil von Trient (1542-63). Diese Kirchenversammlung forderte fortan auch die Beurkundung der Eheschließungen. Trotzdem hat man sich in unserer Gegend scheinbar wenig um diese Anordnung von höchster kirchlicher Stelle gekümmert, denn die ältesten Eintragungen reichen nur bis zum Jahr 1607 zurück. Damals scheinen die Kirchenregister nicht gerade sorgfältig geführt worden zu sein. Auch scheint man damals der Führung einer Chronik kein oder nur geringes Verständnis entgegengebracht zu haben, denn das Verzeichnis der Seelsorger der Pfarrei Vettweiß geht erst vom 1527 ab.

 

Johannes Sudermann † unbekannt

Zeitraum: 1264.

Quelle: Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon Vettweiß und Chronik der Pfarre St. Gereon und die Schützenbruderschaft von Pfarrer Willi Lennarz, belegt durch Urkunden

Arnold Hardevust † unbekannt

Zeitraum: 1419 bis 1434.

Quelle: Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon Vettweiß, belegt durch Urkunden

Hermann de Bueren † 11. Oktober 1527

Quelle: Ab hier bis Pfarrer Matthias Werner Pünder Heimatblätter Dürener Zeitung, Nr. 14 vom 11. Juli 1935, 12. Jahrgang

Johannes Eckenhagen † unbekannt

Antritts- und Sterbejahr sind nicht angegeben.

Franziskus Bolen † 02. März 1542

Er wurde 1542 von der Pest ergriffen und verstarb daran.

Ewaldus de Erkens † 8. März 1563


Johannes Pistorius † 2. Juni 1584


Gerhardus Kuffernagel † 3. August1587


Petrus Kerzius † 31. Januar 1607


Jakobus Rommerskirchen von Köln † 11. September 1655

Profeß der „Abtei Groß St. Martin“ wurde als Pfarrherr in die hiesge Gemeinde versetzt. Er erbaute 1628 das Pfarrhaus. Er stand der Pfarrei 48 Jahre und 6 Monate vor unter vielen bitteren und stürmischen Verfolgungen (30-jähriger Krieg). Er starb als eifriger, wahrer Seelsorger am 11.09.1655. Seine Nachfolger waren alle Professen von Groß St. Martin.

Adolf Schmitz † 1664


Leonardus Jansen † unbekannt

Er stand unserer Pfarre 17 Jahre vor. Von dem Hochw. Herrn Leornardus Jansen, Pastor in Vettweiß, wurde ein Fenster geschenkt unter dem Dechanten Tolp im Jahre 1681. Dieses Fenster befindet sich im Museum zu Glasgow in Schottland und soll nach Aussagen des Direktors durch einen Lübecker Kaufmann nach dort gekommen sein (siehe Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 1).

Engelbertus Kemmerich † unbekannt

Zeitraum: 1692.

Er trat das hiesige Pfarramt im Jahre 1692 an und ging im selben Jahre wieder zur Abtei zurück.

Josephus Manheim † unbekannt

Zeitraum: 1692 bis 1695.

Nach nur 3 Jahren im Amt wurde er zurück nach Flittard versetzt.

Jakobus Enzen † unbekannt

Zeitraum: 1695 bis 1718.


Martinus Palm † unbekannt

Vor seinem Amtsantritt kehrte er wieder zur Abtei zurück.

Raphael Schneller † unbekannt

Zeitraum: 1718 bis 1724.


Maternus Müller, † unbekannt

Zeitraum: 1724 bis 1754.


Engelbertus Bertrams † unbekannt

Zeitraum: 1754 bis 1759.

Wurde im Jahr 1759 nach Flittard versetzt.

Franziskus Boeller † unbekannt

Zeitraum: 1759 bis 1779.

Durch ihn wurde 1761 hier die „Bruderschaft von der christlichen Lehre“ unter dem Titel von Jesus, Maria und Josef errichtet. Er wurde 1779 nach Pingsheim versetzt.

Wolfgangus Wolf † unbekannt

Zeitraum: 1779 bis 1796.


Peter Josef Horst † unbekannt

Zeitraum: 1799 bis 1815.

Sein Klostername ist Anno. Er stand der Pfarre bis 1815 vor und kam dann als Kantonspfarrer nach Nideggen.

Peter Josef Bodenheim † 04. Juli 1848 Vettweiß * 15.02.1770 Geich

Zeitraum: 1815 - 1848.

Sein Totenzettel zeigt sein Ableben an am 4. Juli 1848. Er starb zu Vettweiß im 79. Lebensjahr. Geboren zu Geich bei Zülpich am 15. Februar 1770, wurde er nach abgelegten Gelübden Mitglied der Prämonstratenser-Abtei Steinfeld. Hier empfing er die Priesterweihe am 21. März 1801. Nach Aufhebung der Klöster wurde er zunächst Vikar in Gemünd, dann Pfarrer zu Dottel und hatte zuletzt bis zu seinem Tode während 33 Jahren die schwere Bürde als Pfarrer zu Vettweiß zu tragen. Sein Totenzettel charakterisiert ihn mit den Worten „seine ungeheuchelte Frömmigkeit, wahre Gottesfurcht, sein großer Eifer für alles Gute und Heilige, seine Liebe für die Armen, wovon er ein ewiges Denkmal hinterlassen, und insbesondere sein erbauliches Ende, lassen hoffen, dass seine Seele bei Gott Gnade gefunden habe.“

Engelbert Klein † 25.05.1890 Nideggen

Zeitraum: 1848 bis 1869.

Er wurde von hier als Pfarrer nach Nideggen versetzt. Dessen Totenzettel führt als seine Taufnamen: Stephan, Engelbert, Hubert an. Er war geboren zu Aachen am 30. August 1811 und erreichte ein Alter von beinahe 79 Jahren. Seine wissenschaftliche Vorbildung erhielt er am Gymnasium zu Aachen, an der Universität zu Bonn und im Erzbischöflichen Priesterseminar zu Köln, wo er am 16. September 1834 die hl. Priesterweihe empfing. Nachdem er kurze Zeit in Marienberg, dann 12 Jahre als Vikar in Prummern und Geilenkirchen gewirkt, wurde er am 4. Oktober 1848 zum Pfarrer in Vettweiß und am 18. September 1869 zum Oberpfarrer in Nideggen ernannt, wo er, wie an den übrigen Stellen, fromm, pflichttreu und segensreich bis zu seinem Tode wirkte. Er starb als Jubilarpriester, Dechant und Oberpfarrer zu Nideggen am 25. Mai 1890, am Pfingsttage, während einer Beerdigung vom Herschlage gerührt, eben versehen mit den Heilsmitteln der Kirche. Wie die Gunst seiner geistlichen Obern ihn zu immer ehrenvollerer Stellung, auch in Vettweiß zum Spezialkommissar für das ganze Dekanat Nideggen berief, das Vertrauen seiner Amtsbrüder ihn im Jahre 1873 zum Dechanten erwählte, so zeichnete ihn auch die weltliche Behörde aus durch Ernennung zum Schulinspektor.

Wilhelm Schoepgens † 09. Juli 1872 Vettweiß

Zeitraum: 1869 bis 1872.

Er amtierte hier 3 Jahre, starb, 52 Jahre alt, am 9. Juli 1872. Pfarrer Schoepgens wurde am 19. Februar 1819 zu Klein-Gladbach bei Erkelenz geboren. Er studierte anfangs beim Pfarrer seiner Heimat, dann am Gymnasium in Aachen und später an der Universität in Bonn und im Priesterseminar zu Köln. Er wurde am 15. September 1844 zum Priester geweiht. Nachdem er zunächst in Krefeld amtierte, kam er am 8. Juli 1854 nach Stockheim und November 1869 als Pfarrer nach Vettweiß. Eine langwierige Krankheit fesselte ihn ein ganzes Jahr lang ans Bett. Er starb zu Vettweiß am 9. Juli 1872.

Conrad Schmitz † 17. November 1884

Zeitraum: 1872 bis 1884.

Geboren am 9. Januar 1814 zu Köln, war Pfarrer zu Kirchtroisdorf und kam dann nach Vettweiß. Er starb hier im 71. Lebensjahr am 17. November 1884 infolge chronischen Herzleidens und hinzugetretener Wassersucht. Die Priesterweihe empfing er am 31. Mai 1839. Seine Ausbildung empfing er am Gymnasium zu Köln, studierte Theologie in Bonn und Köln. Seine erste Anstellung erhielt er am Waisenhaus zu Köln, wurde dann Kaplan und Pfarrverwalter an St. Andreas in Köln, kann dann als Pfarrer nach Alfter, Dekanat Hersel, dann nach Kirchtroisdorf, Dekanat Bergheim, nach 7 Jahren, 19. Juli 1872 als Pfarrer nach Vettweiß bis zu seinem Tode.

Peter Josef Dreesen † unbekannt

Zeitraum: 1884 bis 1887.

Vikar und Pfarrverwalter (Quelle: Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19)

Johannes Josef Tollmann † 18. Oktober 1887

Zeitraum: 1887.

Geboren zu Zülpich am 2. März 1833, empfing die hl. Priesterweihe am 20. April 1860. Zunächst wurde er Vikar in Dremmen, dann in Esch, hier blieb er bis zum Frühjahr 1887. Zum Pfarrverwalter von Vettweiß ernannt, hatte er seine Stelle dort Ende Juni desselben Jahres angetreten. Infolge seiner körperlichen Leiden war es ihm kaum möglich, seine priesterlichen Funktionen zu erfüllen. Nachdem das Magenleiden, an dem er schon Jahre lang gelitten hatte, immer heftiger und schmerzlicher aufgetreten war, starb er nach kurzem Krankenlager, wohlversehen mit den Heilsmitteln der kath. Kirche zu Vettweiß am 18. Oktober 1887 nachts gegen ½ 12 Uhr sanft und ruhig im Herrn.

Wilhelm Peter Klein † 24. März 1908

Wilhelm Peter KleinZeitraum: 1887 bis 1894.

Er war Pfarrer in Vettweiß von 1887 bis 1894, wurde dann zum Pfarrer in Garzweiler, Dekanat Grevenbroich, ernannt. Er starb am 24. März 1908 im Pfarrhause zu Garzweiler. Pfarrer Klein war als junger Priester Hausgeistlicher beim Freiherrn von Loe bei Goch, von 1864 bis 1867 Vikar in Kirchberg, Dekanat Jülich, von 1867 bis 1887 Vikar in Asbach. In Garzweiler war Klein 1. Definitor. Im Frühjahr 1907 erkrankte er schwer und starb nach fast einjährigem Krankenlager, geboren am 17. September 1838, erreichte er ein Alter von nahezu 70 Jahren.

Matthias Werner Pünder † 21. Juli 1915

Matthias Werner PünderZeitraum: 1894 bis 1906.

Geboren zu Lückerath bei Mechernich am 12. Oktober 1843, besuchte er die Gymnasien zu Münstereifel, Düren und Warendorf und besuchte später die Universitäten in Bonn und Münster. Am 2.4.1870 wurde er in Köln zum Priester geweiht. Bis 1887 war er Vikar und Pfarrverwalter in Köln-Longerich, kam dann am 1. April 1887 als Pfarrer nach Baasem und am 5. November 1894 als Pfarrer nach Vettweiß. Am 16. Juni 1906 wurde er Dechant des Dekanats Nideggen. Rechtzeitig mit den hl. Sterbesakramenten versehen, verschied er am 21. Juli 1915.

Schwidden † unbekannt

Zeitraum: 1901 bis ?.

Vikar, Quelle: Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19

Joseph Böll † unbekannt

Zeitraum: 1924 bis 1926.

Kaplan, Quelle: Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19

Joseph Krapp † unbekannt

Zeitraum: 1928 bis 1930.

Kaplan, Quelle: Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19

Heinrich Schoenen † unbekannt

Heinrich SchoenenSchönen war von 1932 - 1934 Kaplan in Vettweiß.

Foto: Kaplan Schönen beim Versehgang

Quelle: Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19

Johann Vohn † unbekannt

Johann VohnVohn löste Schönen im Jahre 1934 als Kaplan ab und verließ Vettweiß 1937.

Foto links zeigt Kaplan Vohn ca. 1934 -1937

Foto rechts zeigt Kaplan Vohn im Alter von 80 Jahren

Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19/22

Totenzettel


Johann Ferdinand Breuer † 03.06.1937 Vettweiß

Ferdinand BreuerZeitraum: 1915 bis 1937.

Gemäß Totenzettel gegen 6 Uhr morgens verstorben. Er war geboren zu Kerpen, Bez. Köln, am 03.06.1870 als Sohn der tiefreligiösen Eheleute Christian Breuer und Anna Maria geb. Fischer. Nachdem er am Gymnasium zu Düren das Reifezeugnis erlangt, widmete er sich dem Studium der Theologie an der Universität zu Bonn und im Priesterseminar zu Köln. Am 10. März 1894 wurde er im Hohen Dome zu Köln durch den damaligen Hochwürdigen Herrn Weihbischof, den späteren Kardinal und Erzbischof Dr. Antonius Fischer zum Priester geweiht. Er war Vikar in Lohmar, in Breinig und Malmedy und Eudenbach. Als Pfarrer war er tätig in Kleinbüllesheim und Birgel und seit dem 24.10.1915 in Vettweiß. Dieser Totenzettel war von ihm selbst gefertigt.

Matthias Josef Gerards † 07.07.1946

Matthias GerhardsZeitraum: 1937 bis 1946.

Gemäß Totenzettel am Sonntag, den 7. Juli 1946, nach kurzer, schwerer Krankheit in die Ewigkeit abberufen worden. Er war geboren am 7. Dezember 1887 in Kesternich und empfing am 11. März 1911 in Köln die heilige Priesterweihe. Eifrig wirkte er als Kaplan im Weinberge des Herrn in Elberfeld, St. Laurentius und Eilendorf, als Rektor in Frauenthal, als Pfarrer in Rohren und seit dem Jahre 1937 in Vettweiß. Unermüdlich suchte er durch Wort und Beispiel die ihm anvertrauten Seelen zum Himmel zu führen. In den letzten Wochen seines Lebens litt er an einem Kopfleiden, das er mit bewundernswerter Geduld ertrug. Rechtzeitig empfing er andächtig die heiligen Sterbesakramente und starb unter den Gebeten des Priesters im Krankenhaus auf dem Venusberg bei Bonn. Er hatte es nicht immer leicht, da seine Amtszeit in Vettweiß immer von verbalen Angriffen der Nazis geprägt war. Zwei Kirchturmglocken mussten 1943 der Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt werden und die Kirche wurde 1945 durch die Amerikaner abgerissen.

Hermann Rütten † 19.04.1979

Hermann RüttenZeitraum: 1946 bis 1970.

Er wurde am 08.01.1904 in Haaren geboren und am 06.08.1928 in Köln zum Priester geweiht. Sein 50-jähriges Dienstjubiläum feierte er am 06.08.1978 in Viersen und starb hier ein Jahr später am 19.04.1979, Quelle: Nachlass Rütten und Privatarchiv Josef Esser, Band 2, Seite 19 und 21. In seine Amtszeit fiel der Beginn des Wiederaufbaus der Pfarrkirche im September 1949 sowie die Einweihung der Kirche am 02.12.1951.

Heinrich Hastenrath † 20.05.2004

Heinrich HastenrathZeitraum: 1970 bis 1983.

Laut Totenzettel ist Pfarrer Heinrich Hastenrath am 30.12.1914 geboren und wurde am 01.01.1915 getauft. Zum Priester geweiht wurde er am 12.09.1939 und starb am 20.05.2004 am Fest Christi Himmelfahrt. Sein Goldenes Priesterjubiläum feierte er am 12.09.1989. Zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum kam es am 12.09.1999. Unter Pfarrer Heinrich Hastenrath verkauft die Pfarre die ihr gehörenden Immobilien Kloster (Josefshaus) und die alte Vikarie in der Küchengasse. Es entstehen ein neuer Kindergarten 1976 und das Pfarrheim 1981 in der Schulstraße. Unter Pfarrer Hastenrath wurde auch das erste Pfarrfest gefeiert.

Willi Lennarz † 18. September 2013

Wilhelhm LennartzZeitraum: 1983 bis 2005.

Pfarrer Willi Lennarz wurde am 19.03.1951 in Heinsberg-Oberbruch geboren. Er absolvierte sein Abitur 1969 am Kreisgymnasium Heinsberg. Anschließend studierte er Theologie in Bonn und schloss in 1975 mit Diplom ab. Von Bonn wechselte er dann in das Aachener Priesterseminar und wurde von Bischof Dr. Klaus Hemmerle am 03.07.1976 zum Priester geweiht. Bis 1980 war er Kaplan in Mönchengladbach Neuwerk, St. Mariä Himmelfahrt und anschließend in Willich, St. Katharina, bevor er im November 1983 als Pfarrer in Vettweiß, St. Gereon, eingeführt wurde. Zusätzlich war er seit 1996 Pfarradministrator an St. Michael in Vettweiß-Kelz, da Pfarrer Klüttermann in Ruhestand ging. Die Primizfeiern von Gottfried M. Graaff am 06.10.1991 und Christoph Graaff am 28.09.1996 fielen in seine Amtszeit. 1992 wird unter seiner Führung der Altarraum in der Vettweißer Kirche völlig neu gestaltet. Am 08.05.2005 verlässt Pfarrer Lennarz Vettweiß und wird Krankenhausseelsorger am St. Marien-Hospital in Düren Birkesdorf. Nach längerer Krankheit mit Organspende verstirbt er im Alter von 62 Jahren am 18.09.2013. Die feierlichen Exequien wurden am 25.09.2013 in der Pfarrkirche St. Peter zu Birkesdorf unter der Leitung von Pfarrer Alfred Schmidt und die Predigt von Pfarrer Christoph Graaff gehalten. Quelle: Totenzettel und Interview Dürener im Web.

Alfred Schmidt

Alfred SchmidtZeitraum: Mai bis Oktober 2005.

Als Pfarradministrator oblag ihm während seiner Zeit in Vettweiß u.a. die geistliche Betreuung von ca. 40 belgischen Jugendlichen, die am Weltjugendtag vom 16. bis 21.08.2005 in Köln teilnahmen und die bereits eine Woche vorher bei Gastfamilien des Dekanates Nörvenich untergebracht waren.

Gerd Kraus

Gerd KrausZeitraum: 30. Oktober 2005 bis.

Pfarrer Gerd Kraus wurde am 07.03.1970 in Birgel geboren.

Er übernahm als Pfarrer zusammen mit Walter Hütten, der als Kaplan für die Gemeinden Kelz, Gladbach, Müddersheim, Disternich, Sievernich und die Kapellengemeinde Lüxheim, bestätigt war, die Amtsgeschäfte für die anderen Pfarreien der Kommunalgemeinde: Vettweiß, Jakobwüllesheim, Soller, Froitzheim und Ginnick.

Walter Hütten bat 2009 um Versetzung, so dass Pfarrer Kraus nunmehr für alle Pfarrgemeinden verantwortlich war.

Am 30.12.2009 wurde der Pfarrer entpflichtet, die einzelnen Pfarren aufgelöst, um am 01.01.2010 als neue Gesamtpfarre St. Marien fortzufahren, wobei jede Kirche ihren Kirchenpatron beibehielt.

Pfarrer Kraus erhält Unterstützung durch den Subsidiar Paul Henrichs und den Pfarrvikar Pater Otto Wagner.

Der bewusste Entschluss, Hausarzt zu sein

Von: Stephan Johnen / Foto: Stephan Johnen

Christian Lyncker & Alexandra Macherey Teamarbeit: Dr. Christian Lyncker und Dr. Alexandra Macherey bilden in Vettweiß eine Praxisgemeinschaft. (Foto: Stephan Johnen)

Viele weite Wege, Hausbesuche, nicht selten lange Arbeitstage weit über die Öffnungszeiten der Praxis hinaus:

So sieht der Alltag eines Landarztes aus. Klingt nach Stress?

„Die Arbeitsbelastung ist überschaubar“, findet Dr. Christian Lyncker, Landarzt in Vettweiß. „Dass viele junge Mediziner diesen Beruf unattraktiv finden, hat viel mit Vorurteilen zu tun“, mutmaßt der 49-Jährige. Nur etwa zwei Prozent der angehenden Ärzte würden sich im letzten Ausbildungsjahr für eine Karriere als Hausarzt interessieren. Der Gang aufs Land sei eine weitere Schwelle.


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Die Folge: Gerade bei Landärzten droht ein Nachwuchsproblem. „Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden“, sagt hingegen Christian Lyncker. Als er Mitte 40 war, übernahm er die Praxis einer Vettweißer Medizinerin. Es war ein Wagnis“, blickt er zurück. „Doch es war die richtige Entscheidung.“

Die Suche nach Alternativen: Lange Jahre war der heutige Landarzt als Facharzt für Chirurgie in einem Krankenhaus tätig. „Es lag nicht an der Arbeit, dass ich weg wollte“, stellt Lyncker klar. „Es lag an den Arbeitsbedingungen.“ Eine hohe Belastung, viele Nacht- und Wochenenddienste, Notfälle rund um die Uhr und eine „allgemeine Unzufriedenheit bei vielen Kollegen“ hätten ihn dazu bewogen, eine Alternative zu suchen. Nach vielen Sitzungen des Familienrates habe der dreifache Vater sich dazu entschlossen, die Reißleine zu ziehen. Er kündigte – und begann mit der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Der erfahrene Chirurg drückt sozusagen noch einmal die Schulbank, frischte manches Wissen auf, vertiefte seine Kenntnisse auf anderen Gebieten. Als freiberuflicher Arzt verdiente er während dieser anderthalb Jahre sein Geld, indem er Notdienste übernahm.

Vor 4,5 Jahren hatte er die Chance, die Praxis zu übernehmen. Er nutzte sie, bewarb sich – und ist seitdem Landarzt in Vettweiß. „Vielleicht hätte ich an anderer Stelle angesichts meiner Ausbildung mehr verdienen können“, sagt Lyncker.

Aber auch die persönliche Zufriedenheit spiele bei der Wahl des Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle. Und er sei heute deutlich zufriedener als zu Klinikzeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei viel besser.

Diese Erfahrung hat auch Lynckers Kollegin Dr. Alexandra Macherey gemacht. „Ich wurde sozusagen abgeworben“, sagt die 36-Jährige und lacht. Auch sie war früher Ärztin in einem Krankenhaus, wohnte aber bereits in Vettweiß.

Als der ebenfalls als Hausarzt praktizierende Ehemann von Lynckers Vorgängerin in den Ruhestand ging, übernahm sie die andere Hälfte der Praxis. Als Team sei es zudem sehr gut möglich, flexibel zu arbeiten und sich gegenseitig zu vertreten.

„Wir haben heute mehr Freiräume als vorherige Generationen“, weiß Alexandra Macherey. Dazu zähle auch der organisierte Notdienst, den es nicht immer gab. „Es bringt auch den Patienten nichts, wenn ein Arzt rund um die Uhr arbeitet“, geben die Mediziner zu bedenken.

Die dennoch sehr enge Arzt-Patienten-Bindung sei ein klarer Vorteil der Arbeit. „Gerade bei Hausärzten ist Kontinuität wichtig“, findet Christian Lyncker. Aus Krankenhauszeiten vermissen beide, dass heute nicht alle Untersuchungsmöglichkeiten direkt zur Verfügung stehen.

Weil sie sich dort niedergelassen hat, wo mittelfristig eine Versorgungslücke drohte, wurde Alexandra Macherey vom Land gefördert. „Das war für mich nicht der Anreiz“, betont sie. Die Summe sei direkt in die Renovierung der Praxisräume geflossen. Wirkliche Anreize für junge Mediziner, diesen Weg einzuschlagen, seien beispielsweise ein Abbau der Bürokratie und eine für Ärzte wie Patienten gleichermaßen „transparente Honorierung“.

Die beiden Vettweißer Landärzte hätten sich auch gewünscht, auf ihre Rolle als Arbeitgeber vorbereitet zu werden. „Wir haben schließlich fünf Angestellte“, zählt Christian Lyncker auf. Alle nicht-medizinischen Abläufe einer Praxis mussten beide Ärzte im Tagesgeschäft erlernen.

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/der-bewusste-entschluss-hausarzt-zu-sein-1.675397

 


 

Christoph KochChristoph KochIn der Interview- Serie für das Amtsblatt und die Internetseite führt die Gemeinde Vettweiß interessante Interviews mit Menschen aus dem Gemeindegebiet. Nun im Dezember führt vettweiss.de das monatliche Interview mit Herrn Christoph Koch, Inhaber der Adlerapotheke in Vettweiß. Hintergrund ist die Neueröffnung der Apotheke im Oberdorf an der Gereonstraße.
 
 

vettweiss.de: Herr Koch, Sie sind Inhaber der Adlerapotheke in Vettweiß. Seit wann sind Sie Apotheker?

Christoph Koch: Seit Ende 1994. Von 1989 bis 1993 habe ich in Bonn studiert, anschließend ein praktisches Jahr absolviert, u. a. im Klinikum Aachen. Mit dem bestandenen 3. Staatsexamen war ich dann fertiger Apotheker. 9 Jahre war ich fortan als angestellter Apotheker tätig, u. a in Düren und Jülich.


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 vettweiss.de: Sie kommen nicht aus dem Gemeindegebiet. Wo wohnen Sie und wie hat es Sie nach Vettweiß verschlagen?

Christoph Koch: Ich wohne im Stadtgebiet von Elsdorf, gut 20 Km von Vettweiß entfernt. Der Wunsch nach Selbstständigkeit war eigentlich immer vorhanden. Aber die Suche gestaltete sich schwierig. Und die Konkurrenzsituation in größeren Städten ist nicht unerheblich. Nach mehreren Anfragen bot mir meine Vorgängerin Frau Steinmann die Möglichkeit der Übernahme. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. 10 Jahre bin ich nun in Vettweiß tätig. Es ist mittlerweile wie eine zweite Heimat für mich geworden.

vettweiss.de: Mit den bisherigen Räumlichkeiten der alten Apotheke im Unterdorf und dem neuen Apothekengebäude treffen Welten aufeinander. Wie kam es zu diesem Schritt, sich oben neben den Verbrauchermärkten niederzulassen?

Christoph Koch: Die Idee, mich für die kommenden Jahre oder Jahrzehnte mit einer wesentlich moderneren Apotheke zu präsentieren und mich damit auch identifizieren zu wollen, war rasch vorhanden. Nun lag aber noch ein langer Weg vor mir. So habe ich zunächst genau die Entwicklung des Zentralortes beobachtet und nach einem passenden Grundstück Ausschau gehalten, was aber zunächst nicht von Erfolg gekrönt wurde. Die Ansiedlung der beiden Märkte gab den entscheidenden Impuls. Ein Traum wäre die Errichtung einer Abholschalter-Apotheke gewesen was aber baurechtlich leider nicht möglich war.

vettweiss.de: Woher kommt der Name „Adler Apotheke“ ?

Christoph Koch: Auf Grund von Hinweisen und alten Bonbon-Dosen vermute ich, dass es sich in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts um eine Filialapotheke der Adler Apotheke in Zülpich gehandelt hat. Genaueres weiß ich leider nicht. Aber vielleicht findet sich noch jemand, der durch Übermittlung von Informationen zur Aufklärung beitragen kann.

vettweiss.de: Wie viele Mitarbeiter haben Sie und wie viele von ihnen kommen aus dem Gemeindegebiet?

Christoph Koch: Wir zählen mittlerweile über 10 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Teilzeit, von der angestellten Apothekerin über PTA’s und PKA‘s bis hin zu unseren Boten und der Raumpflegerin.

vettweiss.de: Warum haben Sie nur Frauen beschäftigt? Ist die Frau für das Berufsbild prädestiniert?

Christoph Koch: Ja, das Berufsbild ist sehr von Frauen geprägt. Generell sind Berufe im Gesundheitsbereich eine Frauen-Domäne, vom medizinischen Bereich im Krankenhaus und der Arztpraxis bis zur Apotheke. Der Anteil der Frauen im Studium der Pharmazie liegt bei ca. 75 Prozent.

vettweiss.de: Bilden Sie auch aus?

Christoph Koch: Ja, ich bilde regelmäßig aus. Über die 10 Jahre hatten wir immer eine Auszubildende zur pharmazeutisch kaufmännischen Angestellten (PKA). In Kürze wird die 3. Anwärterin fertig. In gut einem Jahre die vierte. Ich finde es als Arbeitgeber wichtig, nicht nur vom Wissen anderer zu profitieren, sondern die gewonnene Erfahrung auch weiter zu geben.

vettweiss.de: Welche Anforderungen werden heutzutage an eine moderne Apotheke gestellt?

Christoph Koch: Die Beratungsleistung ist nach wie vor unser wichtigstes Aufgabengebiet. Unser Gesundheitswesen ist sehr komplex und für viele von uns undurchschaubar. Darüber hinaus spielen Nebensortimente wie Ernährungsprodukte und Kosmetika zunehmend eine wichtigere Rolle. Schon lange ist auch das Anmessen von Kompressionstrümpfen für uns ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Dafür steht nun ein eigener Raum mit Liege zur Verfügung.

vettweiss.de: Letzte Frage: Wie stellen Sie sich die Zukunft für Ihre Apotheke vor?

Christoph Koch: Wir versuchen, unsere Service-Leistungen weiter auszubauen. Ich denke, dass dies dem Anspruch einer modernen Gesellschaft entspricht. So wollen wir versuchen, in Verbindung mit Ärzten und der Industrie Selbsthilfegruppen ins Leben zu rufen und somit neben der Apotheke und der Physiotherapie-Praxis von Frau Gratzfeld einem weiteren Gesundheitsbereich Raum und Platz in der Gereonstraße 135 zu geben. 

vettweiss.de: Herr Koch, vettweiss.de dankt Ihnen für das Interview und wünscht Ihnen und Ihrer Apotheke für die Zukunft alles Gute.

Quelle: http://www.vettweiss.de/unsere_gemeinde/Interviews/106160100000004085.php

 


 

7. Januar 1888

Dr. Paul Baron: Niederlassung als Arzt in Vettweiß.

1. Juni 1896

Joseph Claren Apotheker: Eröffnung einer "Filial-Apotheke".

5. November 1900

Joseph Genius: Übernahme der Verwaltung der Apotheke.

18. April 1905

Apotheker Dr. Wilhelm Nagelschmitz Zülpich erhält die Genehmigung zur Fortführung der Filialapotheke in Vettweiß.

10. November 1906

Nachdem der Arzt Dr. N. N. Pössel verzogen ist hat sich Dr. N. N. Schaaf in Vettweiß niedergelassen.

12. Januar 1910

Dr. Heinrich Schaaf: Niederlassung als Arzt in Vettweiß.

22. April 1911

Dr. Wilhelm Nagelschmitz Apotheker erhält die Genehmigung zur Fortführung der Filialapotheke in Vettweiß.

29. August 1919

Gründung einer Niederlassung der Schwestern "von den christlichen Schulen der Barmherzigkeit" in Vettweiß.

3. Mai 1923

Apotheker Wilhelm Nagelschmitz Zülpich erhält die Konzession zur Fortführung der Filialapotheke in Vettweiß.

28. Juli 1928

J. Stahl: Niederlassung als Zahnarzt{Dentist) in Vettweiß.

14. Dezember 1933

Gründung einer Sanitätskolonne für den Amtsbezirk Vettweiß.

26. Juli 1938

Dr. Reinhold Pyro: Niederlassung als Arzt Vettweiß.

16. April 1952

Todesanzeige: Apotheker Dr. Wilhelm Nagelschmitz Zülpich † 12. April 1952 "im Alter von 84 Jahren".

17. Februar 1961

Todesanzeige: Apotheker i. R. Anton Runte Vettweiß † 12. Februar 1961 "im Alter von 75 Jahren".

Dr. med. Dorothea und Axel Gregorius

Ärztin & Arzt, FA Innere Medizin

Praxiseröffnung am 2. Januar 1979 durch Frau Dr. Dorothea Gregorious in der früheren Lehrerdienstwohnung an der Schulstrasse

Ab dem 1. April 1980 am gleichen Standort Gemeinschaftspraxis mit Herrn Dr. Axel Gregorious

Praxisneubau "Auf dem Hörstert", heute Küchengasse 14 mit Eröffnung am 16. April 1986. Anschluß der Gymnastikpraxis Lennartz.

Übernahme der Praxis im Jahr 2009 durch Frau Dr. Alexandra Macherey und Herrn Dr. Christian Lyncker

Dr. med. Alexandra Macherey

Internistin

Dr. med. Christian Lyncker

Arzt, Allgemeinmediziner, Allgemeiner Chirurg, Weiterbildungen: Hausarzt, Spezielle Unfallchirurgie

Quelle

Zeitungsarchiv des Kreis- und Stadtarchivs Düren sowie weiterer Quellen des HGV Vettweiß.

Inbetriebnahme der Biogasanlage Ortsende Vettweiß Richtung Gladbach. ......weiterlesen

"Aufzeichnungen Günter Esser"

Aus 30 000 Tonnen Mais im JahrAus 30.000 Tonnen Mais im Jahr sollen künftig Biogas gewonnen werden. Photo: imago, License: N/A

Ursprünglich sollte die Anlage spätestens im Herbst 2010 in Betrieb gehen. Als Betreiber fungiert die Agrarenergie Vettweiß GmbH, in der sich zu je einem Drittel Vettweißer Landwirte, der Anlagenbauer Bioconstruct aus Niedersachsen und ein Energieversorgungsunternehmen zusammengeschlossen haben.

Genauer gesagt: hätten, wenn es das Energieunternehmen schon gäbe. Ursprünglich sollte das sieben Millionen Euro teure Projekt zusammen mit dem Versorger Rheinenergie aus Köln realisiert werden. Sinkende Gaspreise ließen das Vorhaben aber dann schnell unrentabel erscheinen, so dass Rheinenergie sich wieder zurückzog.

Aktuell wird mit mehreren Energieversorgern gesprochen. Dagmar Schwefer von Bioconstruct auf Anfrage der „DN”: „Es gibt mehrere Interessenten. Sowohl als Investoren, wie auch als Gasabnehmer.” Laufen die entsprechenden Verhandlungen reibungslos, könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau der neuen Anlage begonnen werden.

Dagmar Schwefer: „Wenn alle Verträge unterschrieben sind und alle Genehmigungen vorliegen, kann das Projekt schnell umgesetzt werden.” Biogas könnte dann erstmals im Mai ins Netz eingespeist werden. „Das ist ein durchaus realistischer Termin für die Inbetriebnahme”, sagt auch Dagmar Schwefer von Bioconstruct.

Mit eine Voraussetzung dafür ist neben dem Vertragsabschluss mit dem Energieversorger auch das Verlegen der entsprechenden Leitungen von der Biogasanlage im Vettweißer Gewerbegebiet bis zum entsprechenden Einspeisungspunkt am Kettenheimer Graben.

Das soll auf der alten Trasse der nie gebauten Autobahn 56 geschehen. „Dafür laufen die ersten Gespräche”, so der Vettweißer Bürgermeister Josef Kranz, der versichert, dass auch genügend Landwirte bereit stehen, um die Anlage mit Mais zu beliefern.

Die entsprechenden Verträge hatte Bioconstruct schon frühzeitig abgeschlossen. Die Vettweißer Landwirte sollen zum Betrieb der Zwei-Megawatt-Anlage rund 30.000 Tonnen Mais im Jahr anliefern, die auf rund 600 Hektar Ackerfläche angebaut werden.

[TEXT: Aachener Zeitung]

Die erste Verbandssatzung stammt vom 29. Oktober 1914. Hiernach baute man die erste Wasserleitung entlang des Neffelbaches beginnend in Embken bis nach Nörvenich auf. Die Gemeinde Nörvenich stieß 1916 hinzu. Man hielt sich an das natürliche Gefälle des Neffelbaches und schuf eine so genannte Freispiegelleitung, wobei das Wasser im natürlichen Gefälle verteilt wurde. In Embken wurden mehrere Quellen erschlossen und über den Erdbehälter "Eulenberg" bei Füssenich zu den zu versorgenden Ortslagen verteilt. Das auch schon damals erforderliche Gutachten über die Wasserqualität und über die Wassermengen wurde vom Königlichen Kreisarzt Dr. Wex am 25.10.1913 vorgelegt.

Im Laufe der Jahre schlossen sich immer weitere Gemeinden an; so zuletzt die Orte Dorweiler und Pingsheim im Rahmen der kommunalen Neugliederung und schließlich die Ortschaft Vettweiß, die bis zuletzt eine Enklave darstellte. Vettweiß, Sitz des Wasserleitungszweckverbandes der Neffeltalgemeinden, war selbst kein Mitglied. Von 1936 bis 1948 wurde die Verbandsverwaltung in Nörvenich geführt, ehe sie nach Vettweiß wechselte.

Zu Beginn des Jahres 2013 wurde das Verbandsgebiet des WZV um die Ortschaften Wissersheim und Rath der Gemeinde Nörvenich erweitert und das komplette Gemeindegebiet Nörvenich wird somit seit dem 1. Januar 2013 durch den WZV versorgt. Zuvor erfolgte die Versorgung dieser beiden Ortschaften durch das Wasserwerk Wissersheim-Rath, welches zum 31.12.2012 aufgelöst wurde. Bereits seit dem Jahr 2008 nahm der WZV die technische und kaumfännische Betriebsführung für das Wasserwerk Wissersheim-Rath wahr.

Der Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden wird seit seiner Gründung in der Rechtsform des Zweckverbandes nach dem Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit geführt. 1984 gliederte man nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung den Eigenbetrieb "Wasserwerk" ein, um auf eine kaufmännische Betriebsführung umstellen zu können.

Heute befindet sich der Sitz des WZV Neffeltal am Seelenpfad 1 in 52391 Vettweiß. Hier wurde am 08.05.2001 ein neues Betriebsgebäude (Verwaltung und Materiallager) bezogen. Der Umzug war seinerzeit notwendig geworden, da aufgrund einer Überprüfung durch das Gewerbeaufsichtsamt der WZV gezwungen war, sein bisheriges Betriebsgebäude grundlegend zu sanieren. Nach einer Bedarfsprognose durch einen Sachverständigen wurde ersichtlich, dass ein Neubau erheblich günstiger als die Sanierung werden würde.

Quelle

Zeitungsarchiv des Kreis- und Stadtarchivs Düren.

1. Juni 1864

Reparatur der sechs Gemeindebrunnen in Vettweiß.

19. Dezember 1874

Anlage eines Brunnens an der Vikarie in Vettweiß.

3. Juli 1915

Ortstatut über die Abgabe und Erhebung von Wassergeld betr. Das Wasserwerk der Gemeinde Vettweiß.

25. September 1950

Wasserleitung im Amtsbezirk Vettweiß. Hochbehälter auf dem Ginnicker Sandberg.

5. Januar 1951

Neue Wege der Wasserversorgung [Amt Vettweiß] Hochbehälter bei Ginnick.

12. Mai 1951

Es geht um das köstliche Nass. Schrittweise Verbesserung der Wasserversorgung [Amt Vettweiß].

26. April 1952

Planung für ein Großwasserwerk abgeschlossen [Amt Vettweiß].

28. April 1952

Großwasserwerk ist billiger. Erweiterung des Wasserleitungszweckverbandes Neffeltal.

25. September 1952

Endlich Großwasserverband gebildet. 23 Gemeinden aus den Ämtern Vettweiß und Nörvenich angeschlossen.
Wasserverband Neffeltal [Ämter Nörvenich und Vettweiß] vor neuen Aufgaben.

20. Mai 1953

Wasser für acht Gemeinden. Planungen für zentrale Wasserversorgung im Amtsbezirk Vettweiß Gladbach.

31. Mai 1954

Zur Sicherung der Wasserversorgung. Wasserleitungszweckverband Neffeltal plant Brunnenanlage bei Embken.

16. Juni 1954

Wasser wird einmal teurer als Kohle. Neue Verzögerung für den Bau einer zentralen Wasserversorgung im Amt Vettweiß.

17. Juni 1954

Wasserversorgung für acht Gemeinden. Erste Maßnahmen des Zweckverbandes "Neffeltal".

7. August 1954

Wasseruhren werden doch eingebaut. Verbandsausschuß des Wasserleitungszweckverbandes Neffeltal tagte.
Bau der Embkener Pumpstation steht bevor.

16. Dezember 1954

Bedroht Grundwassersenkung das Neffeltal?
Bald Wasser aus der Wand für den ganzen Ostkreis Wasserverband Neffeltal.
2,5 Millionen-Projekt in der Vorbereitung. Sitzung des Zweckverbandes [Wasserverband Neffeltal].

14. Januar 1955

Grundwasserspiegel wird beobachtet. Keine Befürchtungen für den Wasserleitungszweckverband Neffeltal.

7. Februar 1955

Arbeiten für Bau des Wasserturms zwischen Embken und Ginnick vergeben.
Wassergeld um 10 Pfennig erhöht. Haushalt des Wasserleitungszweckverbandes Neffeltal ausgeglichen.

1. April 1955

Neue Pumpstation bei Embken in Betrieb. 19 Meter hoher Wasserturm im Bau.

23. Juni 1955

Gesamter Ostkreis bis Ende 1955 ohne Wassersorgen. Zweckverband Neffeltal verabschiedete Haushaltspläne.
45 Kilometer Rohrleitungen werden gelegt. Verbandsausschusssitzung des Wasserleitungszweckverbandes Neffeltalgemeinden.

11. August 1955

Ein Meisterwerk des Wasserversorgung. Pumpstation Embken in Betrieb (mit Fotografie).

18. April 1956

Den Karren nicht im Dreck stecken lassen. Zweckverband der Neffeltalgemeinden erhöhte Wassergebühren.

31. Oktober 1956

Wasser wird doppelt so teuer. Vettweiß muss Spitzenbedarf vom Wasserleitungszweckverband Neffeltal decken lassen.

31. Januar 1957

In Zukunft keine Wassersorgen mehr. Wasserleitungszweckverband Neffeltalgemeinden gab Rechenschaftsbericht.
20.000 DM gehen dem Verband verloren. Wasserleitungszweckverband Neffeltalgemeinden.

21. Februar 1957

Vettweiß erhöhte die Wasserpreise.

6. Juni 1957

Vettweiß musste Steuern erhöhen. Auch Wasserpreis wurde verdoppelt.

28. Juni 1957

Das Werk steht - das Wasser läuft. Sitzung des Wasserleitungszweckverbandes Neffeltal.
Die Bevölkerung ist nicht wasserfreudig genug. Lebhafte Verbandssitzung beim Wasserleitungszweckverband Neffeltal.

2. November 1957

Vierter Bauabschnitt wird begonnen. Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden schließt Kauweiler an.
Wassermarsch aus den Kreiselpumpen. Wasserleitungszweckverband Neffeltal schloss eine 3.3 Millionen Dlvl-Projekt ab (mit Fotografie).

23. Dezember 1957

Steigende Tendenz mit den Einnahmen. Größerer Wasserverbrauch in den Neffeltalgemeinden
Steigende Einnahmen durch Wasserverbrauch. Zweckverband Neffeltal.

13 Februar 1958

Neffelverband muss mehr zahlen. Zusätzliche Belastung für die Mitglieder.

26. August 1958

Gebührensenkung heißt die Parole. Wasserleitungszweckverband Neffeltal gab Rechenschaft.

27. August 1958

In den Neffeltalgemeinden Wasserzweckverband senken die Gebühren.

24. Februar 1959

Sorgen der Wasserversorgung. Vettweißer wägt Beitritt zum Zweckverband der Neffelta1gemeinden.
Vettweiß: Das Wasser reicht nicht mehr aus". Amtsdirektor empfahl Beitritt zum Zweckverband der Neffeltalgemeinden.

16. April 1959

Vettweiß: Wassergebühren noch nicht gesenkt. Zweckverband erließ Nachtragsetat.

18. Januar 1960

Vettweiß: Rat ruft zum Ehrenmal-Spende auf. Keine Beihilfen für Wasserwerk Sanierung. Volksschule wird erweitert.
Vettweiß: Der Rat erbat Bedenkzeit. Wasserwirtschaftsamt empfiehlt Beitritt zum Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden.

7. Mai 1960

Hydranten nur für die Feuerwehr. Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden mit Fehlbedarf.

10. November 1960

Verbandsgebiet wird erweitert. Planungsarbeiten zum Ausbau des Neffelbaches vergeben.

19. Juni 1961

Vettweiß: Der Rater bat Bedenkzeit. Noch keine Stellungnahme zum Anschluss an den Wasserleitungszweckverband Neffeltal.

9. November 1961

Vettweiß: Wollen unser prima Wasserbehalten. Gemeinde sträubt sich gegen Anschluss an Zweckverband.
Vettweiß: Gemeinderat diskutierte Wasserfrage.

22. November 1961

Vettweiß: Wasseruhren werden eingebaut. Gemeinde Wasserwerk soll selbständig bleiben.
Vettweiß: Rat für eigene Wasserversorgung.

26. Januar 1962

Vettweiß: Sorgen mit dem Wasserwerk.

17. Februar 1962

Vettweiß: Schlechtes Beispiel einer Gemeinde. Wasserpreis soll Vettweiß in die Knie zwingen.

17. Mai 1962

Vettweiß: Für bessere Wasserversorgung.

11. Juli 1962

Vettweiß: Anschluss an Neffelbachverband erneut abgelehnt.
Vettweiß will sein Wasserwerk. Beitritt zum Zweckverband erneut abgelehnt.

13. Juli 1962

Vettweiß: Beitritt zum Verband Neffeltal erneut abgelehnt.

23. Juli 1962

Vettweiß: Ein Brief an Dr. Franz Meyers. Streit um das Wasserwerk jetzt auf höchster Ebene?
Vettweiß: Gemeinderat schrieb an Ministerpräsidenten wegen Wasserversorgung.

21. September 1962

Vettweiß hält neuen Sportplatz. Gemeindegrenzen werden geändert. Arbeiten zur Sanierung des Wasserwerks.
Vettweiß: Sanierung der Wasserleitung kostet 250.000 DM.

12. November 1962

Vettweiß: Wieder Debatten um das Wasserwerk.

14. November 1962

Vettweiß: Wasserfrage stand im Mittelpunkt.

15. Dezember 1962

Es geht um die Wasserversorgung in Vettweiß.

27. Dezember 1962

Letzte Konsequenz: Vettweiß das Kränchen «zudrehen». Zweckverband will letztmalig verhandeln.
Vettweiß den Hahnzudrehen. Wasserleitungszweckverband will den Beschluss durchsetzen.

28. Dezember 1962

Zweckverband Neffeltal bauen zwei neue Brunnen.

19. Juni 1961

Vettweiß: Sorge um Wasserversorgung. Leitungsnetz ist erneuerungsbedürftig.

12. Januar 1963

Vettweiß: Sanierung bringt Überschuss. Ratsmitglieder zum "Vettweißer Wasserkrieg.
Vettweiß: Die Denkensart ist absurd. Stellungnahme zur Wasserfrage.

13. Januar 1963

Vettweiß: Die Denkensart ist geradezu absurd. Zum Problem der Wasserversorgung.

19. Januar 1963

Vettweiß: Kirchturmspolitik in der Wasserversorgung.

24. Januar 1963

Vettweiß: Verbandseintritt wird sich lohnen. Wasserleitungszweckverband Neffeltal.

25. Januar 1963

Vettweiß: Amtsdirektor Braun:

18. April 1963

Millionenprojekt im Neffeltal. Ausbau von Ringleitungen in den Gemeinden des Amtes Vettweiß.

8. Mai 1963

Vettweiß: Sorgen um die Wasserversorgung.
Vettweiß: Rat entschied sich für Wasseruhren. Aus der Ratssitzung.
Vettweiß: Einbau von Wasseruhren beschlossen.

Quelle

Zeitungsarchiv des Kreis- und Stadtarchivs Düren.
Seite 25 von 26

Wappen der Ortsteile von Vettweiss

 
 
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