Airfield Kelz 1945

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Airfield Kelz 1945 Airfield Kelz 1945

Airfield Kelz 1945

Wenn man heute von Vettweiß über die verlängerte Gereonstraße nach Gladbach fährt, ist den wenigsten bewusst, geschweige denn erinnerlich, dass diese  Straße mitten durch einen ehemaligen amerikanischen Militärflugplatz führt, denn im Dreieck Vettweiß, Kelz, Gladbach befand sich zu Ende des zweiten Weltkrieges ein Flugplatz der U.S. Airforce, von den Amerikanern als Airfield Kelz mit der Kennziffer Y-54 bezeichnet.

Der Flugplatz Kelz war ein Militärflugplatz des zweiten Weltkrieges in Deutschland. Er lag ca. zwei Meilen nördlich von Vettweiß und etwa. 315 Meilen (507 km) südwestlich von Berlin. Gebaut wurde er von der United States Air Force als vorübergehender Feldflugplatz als Teil der westlichen Invasion der Alliierten in Deutschland. Bereits im Juli 1945 wurde er wieder geschlossen und abgebaut.

Aus den umfangreichen kriegsgeschichtlichen Dokumentationen der U.S. Army ist folgendes zu ersehen:

„Der Flugplatz wurde vom IX. Engineer Command, 826. Engineer Aviation Battalion auf einer flachen, landwirtschaftlich genutzten Fläche in der Nähe der Ortschaft Kelz in Nordrhein-Westfalen errichtet. Der Flugplatz wurde gebaut mit Pierced Steel Verschalung, 5.000 foot, (1.524 m) lange Ost West Ausrichtung. Darüber hinaus wurden Zelte als Unterkünfte errichtet und ebenso Unterstützungseinrichtungen. Zur bestehenden Straßenstruktur wurde zusätzlich eine weitere Zugangsstraße, gebaut. Ein Depot wurde geschaffen für die Versorgung, Munitionierung, Tankanlagen für Benzin, Trinkwasser. Ein kleines elektrisches Verteilernetz wurde installiert für die Kommunikation und die Beleuchtung der Anlagen.

Thunderbolts 1Eröffnet am 24. März 1945. Die Ninth Air Force verlagerte ihre P-47 Thunderbolts der 48. Fighter Group (Jagdbomber Geschwader) am 26. März 1945 zum Flugplatz. Kurz danach, am 30. März 1945 folgten ihr die P-47 der 404. Ftr Gp.

Die Thunderbolts flogen Unterstützungseinsätze, patrouillierten entlang der Straßen, nahmen deutsche Militärfahrzeuge unter Beschuss, warfen Bomben auf Geschützstellungen, auf Flakstellungen sowie gezielte Abwürfe auf konzentrierte deutsche Truppen.
Beide Kampfgruppen zogen Ende April 1945 ab. Danach wurde der Flugplatz für Nachschub und den Abtransport von Verwundeten genutzt. Der Flugplatz blieb offen bis Juli 1945, dann wurde er geschlossen und abgebaut. Heute ist das Gelände des ehemaligen Flugplatzes landwirtschaftlich genutzt mit geringen oder keinerlei Anhaltspunkten seiner Existenz.“

Soweit die Informationen aus den Unterlagen der U.S. Air Force.

Die vorgezogenen Flugplätze der U.S. Army, so auch Kelz, waren in erster Linie aus taktischen Gründen angelegt. Die auf ihnen stationierten Flugzeuge hatten als primäre Aufgabe, zerstörerische Aufgaben an und hinter der deutschen Front durchzuführen. Aus taktischen Gründen legte man diese Flugplätze möglichst nahe hinter der Front an. Waren diese Voraussetzungen durch den Vormarsch der U.S. Army  nicht mehr gegeben, wurden sie aufgelöst und näher zur Front hin verlegt.

Die Vita der nur kurzfristig in Kelz stationierten 48. Ftr Gp, die sich von Anfang an in hartem und verlustreichem Feindeinsatz befand, lässt das erkennen.

Am 29. März 1944 wurde die 48. Ftr Gp von Waterboro, South Carolina nach Ibsley, Grafschaft Hampshire, verlegt. Am 20. April 1944 flog sie ihren ersten Kampfeinsatz über die französische Küste. Dann flog man intensiv Begleitschutz und führte Sturzkampf Bombardierungen zur Vorbereitung der Invasion in der Normandie durch. Während der von Ibsley aus geflogenen Einsätze verlor die 48. Ftr Gp insgesamt acht Flugzeuge.

Am 17. Juni 1944 verunglückte eine P-47 beim Start zu einem Einsatz am Ende der Startbahn und fing Feuer. Bald nachdem die Feuerwehr zum Einsatzort kam, explodierte die Bombenladung. Der Pilot und drei Feuerwehrleute wurden getötet.

Die 48. Ftr Gp war eines der ersten P-47 Geschwader, welches in den Brückenkopf der Normandie verlegt wurde. Das erste Flugzeug landete am 18. Juni 1944 auf dem vorverlegten Flugfeld in Deux Jumeaux, Frankreich. Am 28. Juni wurde das gesamte Geschwader nach Deux Jumeaux verlegt.

Auf dem Kontinent leistete die 48. Ftr Gp taktische Unterstützung der ersten U.S. Armee und nutzte dabei folgende Advanced Landing Grounds:

Deux Jumeaux, Frankreich, 18.Juli 1944
Villacoublay, Frankreich, 29. August 1944
Cambrai/Niergnies, Frankreich, 15. September 1944
St. Trond, Belgien, 30 September 1944
Kelz, Deutschland, 26. März 1945
Kassel/Waldau, Deutschland, 17. April 1945
Illesheim, Deutschland, 29. April 1945

Die 48. Ftr Gp wurde am 5 Juli 1945 nach Frankreich zum Flugplatz Laon verlegt und kehrte dann im August – September nach Amerika zurück. Am 7. November wurde sie schließlich in Seymour Johnson, Nord Carolina aufgelöst.

Nur kurze Zeit und zwar vom 30. März 1945 bis zum 12. April 1945 wurde der Flugplatz Kelz von der 404. Ftr Gp genutzt. Bei diesem Geschwader handelte es sich um eine kampferprobte Einheit.

Sie wurde in Myrtle Beach, South Carolina, aufgestellt und landete mit dem Schiff am 04. April 1944 in England. Ihr erster Standort war das Airfield Winkton\Hampshire. Dort waren teilweise bis zu 150 Flugzeuge stationiert. Am 08. Mai 1944 war die 404. einsatzbereit und flog Einsätze über Frankreich durch Bombardierungen und Bordwaffen Ziele. Gleichfalls wurde sie am 06. und 07. Juni 1944 zur Abdeckung der Landung in der Normandie eingesetzt. Am 06. Juli 1944 wurde das Geschwader auf den Feldflugplatz Chippelle, Frankreich, verlegt.

Die Einsätze dieser Einheit werden kurz wie folgt festgehalten: Unterstützung der Bodentruppen bis zum Ende des Krieges, Unterstützung des alliierten Durchbruchs bei St. Lo im Juli 1944, die Befreiung Hollands im September 1944, alliierte Operationen während der Ardennen Offensive (Dezember 1944-Januar 1945), Errichtung des Brückenkopfes Remagen und anschließende Überquerung des Rheins im März 1945.

Das Geschwader flog außerdem Begleitschutz und zielte mit Bordwaffen und Bomben auf Truppenkonzentrationen, Eisenbahnen, Autobahnen, Brücken, Munitions- und Treibstofflager, gepanzerte Fahrzeuge, Docks und Tunnels, Fabriken, Flugzeughallen, Rangierbahnhöfe und andere Ziele.

Während ihres Einsatzes in Europa nutzte die 404. Ftr Gp folgende Flugplätze:

Chippelle, Frankreich, 06. Juli 1944
Juvincourt, Frankreich, 13. September 1944
St. Trond, Belgien, 01. Oktober 1944
Kelz, Deutschland, 30. Mai 1945
Fritzlar, Deutschland, 12. April 1945

Im August 1945 kehrte die 404. Ftr Gp in die Vereinigten Staaten zurück und wurde am 9. November in Drew/Florida aufgelöst.

Kloster 2Für die von den Amerikanern gebaute Verbindungsstraße, auch Flugplatzweg genannt, zwischen der Gladbacher Chaussee und der heute nicht mehr bestehenden Kelzer Chaussee benötigten die Amerikaner festes Untergrundmaterial. Da die Fachwerkbauten hierfür ungeeignet waren, verwendete man hierfür die Bausubstanz der vorhandenen Ziegel- und Bruchsteinbauten. Die Abbrucharbeiten begannen in Kelz. Am 12.03.1945 sprengte man das Kelzer Kloster mit Krankenhaus in der Klosterstraße und am 18.03.1945 das Kelzer Pfarrhaus, darauf die Schule und sechs Häuser einschließlich des Hofes Rey in der Michaelstraße. Man hatte bereits die Sprengung der Kelzer Pfarrkirche vorbereitet, verzichtete jedoch auf inständiges Bitten der in Kelz verbliebenen Zivilisten auf die Realisierung dieses Vorhabens. Als nun immer mehr Kelzer Bürger von der Flucht zurückkamen, war ein Schuttbaggern nicht mehr möglich. Damit wurde dann auch der „Steinbruch Kelz“ durch die Amerikaner geschlossen.

Alte Kirche VettweissDiese fassten daraufhin die Sprengung der Vettweißer Pfarrkirche ins Auge, um hierdurch ausreichend geeignetes Baumaterial zu erhalten. Damit war das Schicksal der Pfarrkirche St. Gereon, die sicherlich Schaden genommen hatte, aber kein nicht wieder herstellbarer Trümmerhaufen war, besiegelt. Vielfache Mutmaßungen, dass die Amerikaner die Sprengung der Kirche als Vergeltungsmaßnahme für die Zerstörung der Synagoge vorgenommen hätten, entbehren jeder Grundlage.

Zu dieser Zeit fungierte Lambert Courth als von den Amerikanern eingesetzter Bürgermeister. Er hatte dieses Amt bis zum September 1945 inne, sein Nachfolger war Josef Junkersdorf.

Ein gut deutsch sprechender amerikanischer Militärgeistlicher kontaktierte Lambert Courth und sagte ihm, dass man weiteren Schutt für den Wegebau auf dem Flugplatz benötige. Man sehe sich zum Abriss der Kirche gezwungen. Es sei sinnvoller die Kirche abzureißen als Privathäuser. Man gab den Vettweißer Bürgern einen Tag Zeit zur Räumung der Kirche. Dann sollte die Kirche gesprengt werden, wobei vorgesehen war, den alten Kirchturm zu verschonen.

Lambert Courth holte dann mehrere ältere Männer zusammen und man versuchte gemeinsam die Kirche zu räumen. Einen Teil des Inventars wie das alte Altarkreuz, das Wallfahrtskreuz, die Mutter Gottes und die Herz Jesu Statue sowie sämtliche Kerzenleuchter deponierten sie im Keller des Pfarrhauses. Die Kirchenbänke wurden im Pfarrgarten gelagert. Leider hatten sie es nicht geschafft, die schönen alten 14 Nothelfer, welche hoch an den Seitenwänden standen, zu retten.

Am 29. März 1945 wurde dann die zum Frohnhof gelegene südliche Seitenwand der Kirche gesprengt. Die durch die Sprengung verursachte große Erschütterung hatte zur Folge, dass auch der schöne alte Kirchturm in sich zusammenbrach. Dann wurde der gesamte Schuttberg mit Unmengen Benzin übergossen und angezündet, um das Holz zu verbrennen. Der Abtransport des Bauschutts ging zügig vonstatten. Die Amerikaner besaßen ein für uns unvorstellbares Material an Räumfahrzeugen und Kippern. Alles, was im Wege stand, wurde durch große Raupen weg geschoben. Es wurde nicht eine Handschaufel benutzt. Am zweiten Tag wurde dann die zweite Kirchenmauer mit Drahtseilen durch die Kirchenfenster eingerissen. Am Abend war der gesamte Kirchplatz eine ebene Fläche. Man konnte nur noch die Fundamente sehen. Auf diesen alten Fundamenten wurde dann später die neue Kirche errichtet und dabei um ihren Turm vergrößert.

Unzweifelhaft ist, dass durch die Sprengung der Kirche ein wertvolles Kulturdenkmal verloren ging. Bei der Pfarrkirche als solcher handelte es sich um einen einfachen gotischen Ziegelbau, der in den Jahren 1852/1853 errichtet wurde. Von historischer Bedeutung war in erster Linie jedoch die aus dem 11. Jahrhundert stammende frühromanische Ostturmanlage, ein dreigeschossiger massiver Bruchsteinturm.


Gerettete Inventarien

Kruzifixus:
Es hing in der Sakristei und hängt heute wieder in der Kirche ungefähr über dem derzeit genutzten Altar. Seine Entstehung datiert um das Jahr 1400.

Altarbild:
Altarbild 6Es war der Mittelpunkt des ehemaligen Hauptaltars. Dieser barocke Hauptaltar sowie der Marienaltar auf der linken Seite und der Antoniusaltar auf der rechten Seite der Kirche stammten aus dem 17. Jahrhundert. Bis zum Jahre 1870 hatten sie ihren Platz in der Gladbacher Abteikirche. Dann wurden die Altäre sowie die Statuen der Heiligen Vitus, Benedictus, Laurentius und Stephanus von der Pfarrgemeinde St. Gereon übernommen. Mit der Absicht, die Bilder vor dem Untergang zu retten, entnahmen Dr. Frans Merckelbach und Franz Herbert Courth unter Zuhilfenahme eines Messers das Hauptbild, eine Kreuzigungsgruppe darstellend, aus dem Hauptaltar, das Marienbild aus dem linken Seitenaltar sowie die Darstellung des heiligen Antonius aus dem rechten Seitenaltar. Das Hauptbild überstand die Kriegswirren in einem zugemauerten Kleinkeller auf dem Frohnhof und wurde somit gerettet. Die beiden übrigen Bilder sowie mehrere Messgewänder und sakrale Gegenstände wurden von der Familie Courth mit auf die Flucht genommen. Dort fielen sie einem Brand zum Opfer, der durch Panzerbeschuss ausgelöst wurde.

Das gerettete und restaurierte Altarbild hat heute einen würdigen Platz im Chor der Pfarrkirche gefunden.

Kerzenleuchter
Die großen Kerzenleuchter, deren Herkunft sich nicht genau ermitteln lässt, standen früher im Chor der alten Kirche und stehen heute ebenfalls im Chor der neuen Kirche.

Kirchenbänke
Die alten Kirchenbänke wurden kurz vor der Sprengung aus der Kirche entfernt und im Garten des Pfarrhauses deponiert. Später fanden sie ihre Wiederverwendung in der Notkirche auf dem Marktplatz.

Kreuzweg
Die geretteten vierzehn Bilder des Kreuzweges wurden nicht in die neue Kirche übernommen, zuerst eingelagert und in späteren Jahren an ein Franziskanerkloster in Kroatien verschenkt. Leider läßt sich heute nicht mehr feststellen, wo und in welcher Kirche der Kreuzweg seine neue Bleibe gefunden hat. Meine diesbezüglichen Nachforschungen verblieben ergebnislos. Hoffen wir, dass diese Kreuzwegbilder nicht in den „Schluchten des Balkans“ versenkt wurden.

Heiligenfiguren
Die Statuen der Mutter Gottes sowie Herz Jesu wurden restauriert und haben auf den Seitenaltären der neuen Kirche einen guten Platz gefunden.

Wallfahrtskreuz
Das schwere Wallfahrtskreuz, welches in frühern Zeiten sämtlichen Prozessionen vorgetragen wurde, hängt nun an der rechten Wand unserer Kirche


Nachdem die Kirche einschließlich des Turmes im Untergrund des neuen Flugplatzweges „versenkt“ war und auf dem Gelände nichts mehr an das Gotteshaus erinnerte, feierten die Dorfbewohner ihre Gottesdienste in der Nähschule des St. Joseph Hauses, später dann in der ehemaligen Gastwirtschaft Weyenberg, die bald jedoch die Gottesdienstbesucher nicht mehr fassen konnte.

Die abziehenden Amerikaner überließen der Pfarrgemeinde eine Mannschaftsbaracke des Flugplatzes. Sie wurde von den Gemeindemitgliedern in Eigenleistung abgebrochen und auf dem Marktplatz aufgebaut.

Glocke 10Unmittelbar neben der Notkirche wurde aus vier Telegrafenmasten ein kleiner Glockenturm gebaut. Das Glöckchen stammte aus der der heiligen Petronella gewidmeten Kapelle des Gutes Dirlau. Franz Erasmi von der Oberburg und Franz Herbert Courth vom Frohnhof transportierten diese Glocke mit der Kutsche von Dirlau nach Vettweiß.

Lange rief  die Glocke die Menschen zum Gottesdienst. Mit dem Neubau der Pfarrkirche war ihr Einsatz nicht mehr erforderlich und sie wurde mit vielem Dank an die Familie Schwecht nach Dirlau zurückgebracht.

Abschließend muss gesagt werden, dass in dieser schweren Zeit des Aufbaus die wenigen Vettweißer Bürger immer bereit waren, gemeinsam anzupacken, obwohl alle ja genug mit sich selbst zu tun hatten.

Notkirchen 13Die Notkirche wurde am 4. Oktober 1945 feierlich eingeweiht. Sie diente bis zum 2. Dezember 1951 als Gotteshaus. Lambert Courth, heute in England lebend, geb. am 21. März 1946, wurde als erster in der Notkirche von dem damaligen Pastor Matthias Gerards getauft, Messdiener war Hermann Courth, Küster Franz Herbert Courth.

Zum Airfield Kelz abschließend noch folgendes:

Nachdem Kelz Airfield für die U.S. Air Force strategisch nicht mehr erforderlich war, begannen die Amerikaner mit dem Abbruch.

Die nicht mehr benötigten Bomben wurden nicht abtransportiert, sondern von einer Spezialeinheit gesprengt. Dies geschah, in dem man auf freiem Feld eine Bombe zur Sprengung brachte, danach in dem Trichter zwei weitere Bomben sprengte und dann eine steigende Anzahl von bis zu 10 Bomben in dem immer größer werdenden Trichter zur Explosion brachte. Die somit entstandenen riesigen Bombentrichter wurden in späteren Jahren von den Bauern mit einfachsten Mitteln, d.h. in Handarbeit eingeebnet.

Im Übrigen nahm sich die Bevölkerung mit Willen der Amerikaner alles, was sie zum Aufbau ihrer Häuser irgendwie verwenden konnte. Hierzu gehörten in erster Linie die Drahtmatten der Landebahn, heute noch von älteren Bürgern als Amidraht bezeichnet. Der Amidraht fand vielfache Verwendung und der aufmerksame Beobachter kann ihn heute noch bei manchen Anwesen als solchen erkennen.

Heiß begehrt war auch eine sehr dicke und strapazierfähige Dachpappe auf der die Drahtmatten der Landebahn verlegt waren. Da ein riesiger Mangel an Dachziegeln bestand, wurden viele Häuser und Stallungen provisorisch mit diesem Material eingedeckt. Die Dachpappe findet man heute nicht mehr. Sie wurde in späteren Jahren durch Dachziegel oder andere Eindeckungen ersetzt.

Lediglich der Amidraht ist die einzige noch bleibende Erinnerung an die vor 70 Jahren zu Ende gegangene Geschichte des Airfield Kelz.

 

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Autor
Dr. Hermann Courth

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